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Unsere Tour planten wir mit:

Velo – Route SaarLorLux

 

Eine Woche Urlaub!

 

Na, wo geht’s hin? Fragten mich die Kollegen. Nach Saarbrücken war meine Antwort. Auch nicht schlecht meinten darauf hin meine Kollegen, mit fragender Stimme. Saarbrücken ist wirklich nicht schlecht. Die Innenstadt, und das neugebaute Areal rund um den Eurobahnhof, machen einen guten Eindruck. Die Radtaschen waren am Fahrrad schnell befestigt, nach dem zweiten Frühstück in der Innenstadt, radelten wir entlang der Saar Richtung Frankreich. Bald erreichten wir Saarguemines und Sarralbe, zwei schöne Städtchen entlang unserer Route in Lothringen. Wir mussten kaum auf unsere Radkarte schauen, denn die Strecke ist vorbildlich ausgeschildert, und verläuft zwischen Saar und Saarkanal. Die Sonnenstrahlen bescherten uns Tagestemperaturen von 20 Grad Celsius, und vermittelten bei uns, und bei vielen Freizeitkapitänen auf der Saar, eine unbeschwerte Frühlingsstimmung. Unzählige Schleusen säumen den Radweg, die alten Schleusenwärterhäuschen sind liebevoll renoviert, wenn auch heutzutage die Besitzer nichts mehr mit der Schleuse zu tun haben. Das geht jetzt alles vollautomatisch.

Bei Rhodes verließen wir den Saarkanal, um über Land bis zur Mosel zu radeln. Die Streckenführung durch Lothringen verläuft auf kleinen, verkehrsarmen Nebenstraßen von Dorf zu Dorf. Ständig ging’s auf und ab, manche Steigung musste bewältigt werden. KIar wird die Region landwirtschaftlich stark genutzt, Raps-und Weizenfelder soweit das Auge reicht. Man sollte stets genügend Wasser dabei haben, denn in den Dörfern gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Unsere zweite Zeltnacht verbrachten wir auf einer Wiese Craincourt, es war bitter kalt, am nächsten Morgen waren unser Zelt und die Radtaschen steif gefroren. Der warme Kaffee, den wir uns kochten, verbesserte erheblich unsere Stimmung. Gegen Mittag waren wir in dem Städtchen Marsal, mit dem Porte de France, einem sehenswerten Stadttor. Leider gab es auf diesem Abschnitt keine Radbeschilderung, ständig mussten wir in unserem Radbuch nachlesen, wie es weitergeht. 

 

Am Nachmittag erreichten wir dann Corny-sur-Moselle und Jouy-aux-Arches, zwei mondäne Städtchen an der Mosel. In Jouy-aux-Arches steht ein sehr sehenswertes, und gut erhaltenes  römisches Aquädukt. Jetzt waren wir an der Mosel, die 15 Kilometer bis Metz waren sehr schön zu radeln, richtig idyllisch. Der kommunale Campingplatz in Metz überraschte uns durch seine zentrale Lage, Sauberkeit und einen günstigen Preis. Noch nie waren wir auf all unseren Touren in einer größeren Stadt auf so einem ordentlichen Campingplatz. Wir bauten unser Zelt auf, duschten und gingen zum Einkaufen in die Stadt. Vorbei an der Kathedrale liefen wir zum Place St. Jacques, dort pulsiert das Leben mit sehr viel Charme. Ein Supermarkt war auch schnell gefunden um unseren Reiseproviant wieder aufzufüllen. Zurück  am Campingplatz vertilgten wir auch gleich ein Teil unserer Einkäufe und genehmigten uns eine Flasche Rosé. Abends liefen wir nochmal in die Stadt um schöne Fotos von der Kathedrale Saint Etienne,  der Laterne Gottes, zu machen.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir entlang der Mosel durch Thionville, eine Stadt die sich seit unserem letzten Besuch vor 8 Jahren sehr positiv verändert hat, bis nach Schengen in Luxemburg. Zwischendurch genehmigten wir uns in Perl einen Nachmittagskaffee. Wir blieben auf der luxemburgische Seite. Städtchen wie Ehnen, Wormeldange oder Machtum sind vom Weinbau geprägt und warten mit tollen Weingütern auf. In Wasserbillig querten wir mit der Fähre die Mosel und landeten auf der deutschen Seite in Oberbillig, und bis zur Saarmündung bei Konz war’s nicht mehr weit. Weiter ging es Saaraufwärts bis Saarburg, wo wir die Altstadt besichtigten. Highlight des Städtchens ist die zwanzig Meter hohe Felskaskade über die der Leukbach stürzt.In Keuchingen verließen wir die Saar, um mal wieder ein paar Höhenmeter rauf nach Orscholz zu radeln. Dort oben, auf ca. 400 mtr. über NN, trifft man auf die Cloef, von hier hat man den ultimativen Ausblick  auf die darunterliegende Saarschleife. Die Plagerei hat sich gelohnt! In Saarlouis blieben wir am Campingplatz um am nächsten Morgen die letzten 30 Kilometer bis Saarbrücken zu radeln. Doch zuvor bestaunten wir die 1986 stillgelegte Völklinger Hütte, seit 1994 UNESCO – Weltkulturerbe und somit zum ersten und einzigartigen Denkmal des Industriezeitalters gekrönt. 

Zurück in Saarbrücken fanden wir ohne große Sucherei unser Auto, schnell war alles verstaut.  Zufrieden über die 450 geradelten Kilometer und das tolle Wetter ging’s wieder zurück nach Köln. Schade, dass die Woche schon wieder vorbei war. 

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