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Unsere Tour planten wir mit:

Die roten Felsen von Dahn

Campingplatz in Dahn:

 

 

 

Endlich ! Konnten wir die Phase 2 bei unserem Ford einläuten. Nach einigen kleinen Touren, ohne unser großes Zelt, packten wir zum ersten Mal unser komplettes Equipment ein. Wir waren richtig stolz, alles drei Tage lang testen zu können. Unser Ziel war die Pfalz, bei Hinterweidenthal und Dahn. Da wir Abends erst spät wegkamen, wollten wir nicht mehr auf den Camping, sondern entschieden uns, auf dem Parkplatz vor dem schönen Örtchen Rhodt im Auto zu schlafen. Am nächsten Morgen frühstückten wir am Waldrand unterhalb der Villa Ludwigshöhe, bevor wir dann nach Dahn fuhren. Unser Ziel war der Campingplatz " Büttelwoog" der im Internet einen sehr guten Eindruck bei uns hinterlassen hatte, wir wurden nicht enttäuscht. Wir suchten uns die Nummer 44 aus, dieser gefiel uns am besten und bot eine tolle Kulisse für unseren Ford und das Zelt. 

Der Zeltaufbau ging nicht ganz so flüssig von der Hand, wahrscheinlich sind wir aus der Übung gekommen. Nachdem alles seinen Platz gefunden hatte, auch unser Ford neben dem Zelt, machten wir uns auf zu einer kleinen Runde nach Dahn, um die nächsten Einkaufsmöglichkeiten ausfindig zu machen. Nach gut zwei Stunden waren wir wieder auf dem Campingplatz und kochten uns einen Kaffee, und genossen die herrliche Ruhe, und bewunderten die umliegenden Buntsandsteinformationen. Die Erinnerung an Colorado und Utah kamen uns sofort in den Sinn. Wir fühlten uns als wären wir in Moab. Wir gaben den Felsen Namen wie: Double Window, Balanced Rock und Delicate Arches die wir aus dem Arches Nationalpark vergleichen konnten.

 

Tour zum Teufelstisch:

Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal ist das Wahrzeichen des Dahner Felsenlandes. Die markante Felsformation auf dem Etschberg besteht aus zwei 8 m hohen Sandsteinpfeilern mit einer mächtigen 300 Tonnen schweren Tischplatte. Auf der Platte sitzend, soll der Teufel verkleidet schöne Frauen und Mädchen auf dem Tal nachgestellt haben. In Wirklichkeit wurden die weichen Teile es Sandsteins durch Wasser, Wind und Frost abgetragen, so dass nur die härteren Gesteinsteile übrig blieben. Ein Abstecher führte uns zum Aussichtspunkt " Lipsenlust" und weiter in das Salzbachtal, durch das der Salzbach fließt. Durch das Tal wurde früher Salz transportiert und Holz geflößt. Durch das Windelstal ging es ins Wieslautertal und zurück nach Hinterweidenthal. 

Aufstieg zum Jungfernsprung:

Bei unserer Ankunft in Dahn konnten wir schon die markante 70 m hohe Felsenkante des Jungfernsprungs erkennen. Die Sage berichtet: Einst ging eine Jungfrau in den Dahner Wald, um Beeren zu pflücken. Weitab von den Häusern trat plötzlich ein Mann aus dem Dickicht. Es war angeblich der Raubritter Hans Trapp von der Burg Berwartstein, der sich anschickte, der Jungfrau die Unschuld zu rauben. Darum raffte sie die Röcke und begab sich auf die Flucht, doch der Unhold kam ihr immer näher. In ihrer Panik achtete die Verfolgte nicht auf den Weg. So stand sie mit einem Mal keuchend auf der vorspringenden Ecke des Felsens und sah tief unten die Häuser des Ortes liegen. Ohne zu überlegen, stürzte sich die Jungfrau in den Abgrund. Und nun geschah das Wunder: Weil ihre Röcke sich aufbauschten und sie langsam nach unten schweben ließen, überstand sie den Sprung völlig unverletzt. An der Stelle, wo ihr Fuß auftraf, sprudelt seither eine Quelle. An der Felskante steht heute ein Gipfelkreuz, welches weithin sichtbar ist. 

Tour zu den hohlen Felsen:

Wegen Familienstreitigkeiten und Platzmangel liesen einstmals die Dahner Ritter die Burg Neudahn, auf dem Bergrücken zwischen dem Moosbachtal und dem Wieslautertal errichten. Nach dem Tod der Ritter fiel die Burg an das Bistum Speyer und wurde 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Die Tour führte uns entlang an zahlreichen, bizarr geformten Bund-standsteinfelsen, welche die Fantasie der Betrachter anregt und allegorische Namen wie Hexentisch, Satansbrocken, Braut und Bräutigam entstehen ließen. Im Moosbachtal, mittlerweile ein Naturschutzgebiet, kamen wir vorbei an Weihern und Feuchtwiesen, Drachenwurz und Knabenkraut-Orchideen. Nun erreichten wir den Kreuzweiher, auf dem im Sommer weiße Seerosen blühen. Wir konnten noch einige davon fotografieren. Bis zur Moosbachquelle war die Steigung noch moderat hinauf zum Kleinen Mückenkopf, auf 462 m, kamen wir ganz schön ins Schnaufen. Das sich die Mühe gelohnt hatte sahen wir, als wir vor dem tollen Panorama der Hohlen Felsen standen. Die Hohlen Felsen gehören zu den Naturdenkmälern rund um Dahn. Die überhängenden Sandsteinfelsen mit ihren Säulen und Kammern boten uns einige hundert Meter lang eine spektakuläre Kulisse. Zurück am Campingplatz mussten wir uns leider schon wieder auf unsere Abreise vorbereiten. Da unser Zelt tagsüber schön getrocknet war, nutzten wir die Gelegenheit und bauten es ab und spannten nur noch das Tarp über unseren Ford, was uns auch hervorragend gelang. Das Tarp bot uns ausreichend Platz um geschützt zu sitzen und unser Abendessen auf unserem Coleman zu kochen. Tatsächlich fing es am Abend noch an zu regnen und wir waren froh über unsere gelungene Idee.

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