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Eine schöne Tour

Vom Schwarzwald an den Gardasee

Im Naturpark "Schwarzwald" und entlang der Kinzig war es noch ganz schön kalt, als wir dort ankamen. Hinter Freudenstadt fuhren wir die ersten Serpentinen hinauf und waren beeindruckt von den gewaltigen Bäumen die hier stehen, ein wenig wurden wir an die Mammutbäume in den USA, der Avenue of Giant, erinnert. Die deutsche Uhren Straße verstärkt das Gefühl, denn an jeden 3. Haus hängt eine Schwarzwälder Kuckucksuhr, darüber steht "House of 1000 Clocks". Auch der Name Black Forest wird hier oft und gerne verwendet, kein Wunder,  bei den vielen amerikanischen und asiatischen Besuchern. In Triberg ist tatsächlich der höchste Wasserfall Deutschlands, nicht gewusst, er stürzt über mehrere Stufen in die Tiefe und ist sehr sehenswert. Unser eigentliches Ziel war der Titisee und der Campingplatz in Hinterzarten, welchen wir am späten Abend erreichten. 

Als wir am nächsten Morgen aus dem Bus krochen, war es bitter kalt, da es ein sonniger Tag werden soll bleiben wir bei unserer Entscheidung den Feldberg zu erklimmen. Nach Hinterzarten geht die Passstraße hoch zum Parkplatz, auf 1200 m ü.NN. Von hier aus waren es noch 300 Höhenmeter bis zum Gipfel. Noch waren die Skilifte in Betrieb, die Wintersportler ließen sich damit auf den Gipfel ziehen. Einige Skitourengeher quälten sich, mit ihren Steigfellen an den Skiern, den Berg hinauf, um so mehr genossen sie die Abfahrt ins Zastler Loch, Respekt! 

Der Weg zum Gipfel war schwer zu finden, da es noch eine Menge Schnee hatte. Die Wegbeschilderung hatte auch unter dem Winter gelitten. Nach zwei Stunden erreichten wir auf dem festgefrorenen Schnee den Feldberggipfel und standen auf Deutschlands höchstem Berg außerhalb der Alpen ( 1493 m ).

Schon auf dem Rückweg waren wir am Diskutieren ob wir im Schwarzwald bleiben oder weiterfahren, die Wettervorhersage war nicht so berauschend. Da gab es nur eine logische Konsequenz: ab nach Bella Italia an den Gardasee. Die kürzeste Strecke war entlang des Bodensees nach Bregenz, durch den Arlbergtunnel nach Innsbruck. Nach einer Übernachtung auf einem Rastplatz waren wir am nächsten morgen um 9 Uhr auf dem Campingplatz in Torbole und hatten tolles Frühlingswetter. 

Nachdem unser Zelt stand und eingerichtet war, radelten wir nach Riva und Arco. Am Abend genossen wir die Stimmung auf dem Campingplatz und freuten uns auf die geplante Umrundung des Gardasees. 

Am nächsten Morgen fuhren wir bei herrlichem Wetter entlang des Westufers, der Gardesana Orientale, nach Peschiera. Wir liesen unser Auto dort stehen und radelten 25 Kilometer nach Sirmione. Sirmione soll das italienischste Örtchen am Gardasee sein, die Besiedlung reicht zurück bis in die Steinzeit. An der Scaligerburg, dem Eingang in die Altstadt, stand ein Carabinieri und teilte uns mit, dass wir mit den Fahrrädern nicht in die historische Altstadt dürfen. So blieben immer  einer bei den Fahrrädern und wir besichtigten nacheinander die Stadt. Am Auto angekommen, ging die Umrundung des Gardasees entlang des Ostufers, der Gardesana Occidentale, weiter zurück nach Torbole. Eine tolle Strecke, die engen Tunnel und der Blick auf den Gardasee machen die Ostseite zu etwas besonderem. 

Nein, nicht  über die Autobahn fuhren wir zurück zum Brenner, wir wollten einige Pässe bei Schnee fahren. Die Strecke die wir uns nach Bozen ausgesucht hatten ging über den Mendelpass. Leider war dieser wegen Steinschlag gesperrt, wir kehrten um und fuhren Richtung Meran. Der Gampenpass war passierbar, der kleine Umweg den wir nehmen mussten führte uns durch endlose Apfelplantagen, mit tollen Aussichten in die Täler.

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